# FunkBrücke FB2-Frequenzprofile

Stand: 2026-06-09
Dokumentversion: 0.9.139

## Ziel

Die FB2-Frequenzprofile legen keine exklusiven FunkBrücke-Frequenzen fest. Sie beschreiben empfohlene Aktivitätsfenster, in denen die gewählte FB2-Signalbreite grundsätzlich zum Bandplan passen kann.

Vor jeder Aussendung bleiben drei Prüfungen Pflicht:

1. Die Frequenz muss für die eigene Amateurfunkzulassung und den Standort zulässig sein.
2. Das vollständige Signal muss mit seiner Bandbreite in das passende Bandplanfenster passen.
3. Der Kanal muss frei sein; FunkBrücke hört zusätzlich auf gültige FB1-/FB2-Rahmen.

Die hinterlegten Quellen sind:

- Bundesnetzagentur/AFuV für die nationale Frequenznutzung in Deutschland.
- IARU Region 1 KW-Bandplan für KW-Digimode- und All-Mode-Fenster.
- DARC VHF/UHF/SHF-Bandpläne für 6 m, 4 m, 2 m und 70 cm.

## Grundregel

FunkBrücke prüft nicht nur, ob eine Frequenz in einem Amateurfunkband liegt. Für FB2 gilt zusätzlich:

- Das ausgewählte FB2-Betriebsprofil muss passen: `SSB schmal`, `FM normal` oder `FM breit/Labor`.
- Die geschätzte Signalbreite des gewählten Modus muss in das Fenster passen.
- Bekannte Aktivitätsfrequenzen anderer Betriebsarten werden als statische Sperrfrequenzen behandelt.
- Sonderbereiche wie 60 m und 4 m bleiben mit ausdrücklicher Freigabe-, Lizenz- und Kanalprüfung beschriftet.

## Empfohlene Startprofile

| Name | Frequenz | Profil | Startmodus | Zweck |
| --- | ---: | --- | --- | --- |
| FB2 2-FSK 160 m schmal | 1.842.500 Hz | SSB schmal | 2-FSK robust | vorsichtige 160-m-Startvorlage abseits bekannter Zentren |
| FB2 2-FSK 80 m schmal | 3.590.500 Hz | SSB schmal | 2-FSK robust | schmaler 80-m-Digimode-Startpunkt |
| FB2 2-FSK 60 m schmal | 5.362.000 Hz | SSB schmal | 2-FSK robust | 60-m-Sonderbereich nur bei passender Freigabe |
| FB2 2-FSK 40 m schmal | 7.042.500 Hz | SSB schmal | 2-FSK robust | schmaler 40-m-Digimode-Startpunkt |
| FB2 2-FSK 30 m schmal | 10.147.500 Hz | SSB schmal | 2-FSK robust | schmaler KW-Fallback |
| FB2 SSB 20 m breit | 14.106.500 Hz | SSB schmal | OFDM robust | SSB-taugliches breiteres KW-Digimode-Fenster |
| FB2 SSB 17 m breit | 18.116.000 Hz | SSB schmal | OFDM robust | SSB-taugliches breiteres KW-Digimode-Fenster |
| FB2 2-FSK 15 m schmal | 21.090.000 Hz | SSB schmal | 2-FSK robust | schmaler 15-m-Digimode-Startpunkt |
| FB2 2-FSK 12 m schmal | 24.925.000 Hz | SSB schmal | 2-FSK robust | schmaler 12-m-Digimode-Startpunkt |
| FB2 SSB 10 m breit | 28.310.000 Hz | SSB schmal | OFDM robust | breiteres 10-m-Digimode-Fenster |
| FB2 FM 6 m | 50.650.000 Hz | FM normal | OFDM normal | UKW-Digitalfenster |
| FB2 FM 4 m | 70.180.000 Hz | FM normal | OFDM normal | 4-m-Sonderbereich nur bei nationaler Freigabe |
| FB2 FM 2 m | 144.887.500 Hz | FM normal | OFDM normal | UKW-Digitalfenster abseits APRS/DV-Gateways |
| FB2 FM 70 cm | 438.125.000 Hz | FM normal | OFDM normal | 70-cm-Digital-Communications-Fenster |

Diese Frequenzen sind Startpunkte für Tests und spätere Koordination. Sie sind keine Zusicherung, dass die Frequenz im konkreten Moment frei ist.

## Statische Sperrfrequenzen

FunkBrücke blockiert bekannte Zentren oder Schutzbereiche, wenn das geplante FB2-Signal sie berührt. Dazu gehören unter anderem:

- FT8-/FT4-/JS8-/PSK31-/WSPR-/JT65-/JT9-/FSQ-Zentren auf KW,
- 50.313 MHz FT8, 50.401 MHz WSPR/Baken und 50.630 MHz DV-Anruf auf 6 m,
- 144.800 MHz APRS, 144.8125 bis 144.8625 MHz DV-Gateway-Bereich, 144.925 MHz Burst-Steuerung und 145.500 MHz FM-Anruf auf 2 m,
- 432.088 MHz PSK31, 432.370 MHz FSK441, 432.400 bis 432.500 MHz Baken-/Schutzbereich sowie 433.450/433.500 MHz DV-/FM-Anruf auf 70 cm.

Diese Sperrliste ist absichtlich konservativ. Sie verhindert keine lokale Koordination, schützt aber vor offensichtlichen Fehlgriffen.

## Verhalten im Programm

Wenn eine FB2-Frequenzvorlage ausgewählt wird, setzt FunkBrücke automatisch das passende FB2-Betriebsprofil und den Startmodus. Manuell eingegebene Frequenzen laufen durch dieselbe Prüfung.

Eine Startfreigabe wird gesperrt, wenn:

- die Frequenz außerhalb der hinterlegten Amateurfunkbereiche liegt,
- kein FB2-Aktivitätsfenster passt,
- das Signal zu breit für das Fenster oder das Betriebsprofil ist,
- eine statische Sperrfrequenz berührt wird,
- oder die übrigen Sicherheitsregeln wie PTT, Leistung, Watchdog, Kanalprüfung oder FB1-Horchfenster nicht grün sind.

## Betriebsnotiz

Für SSB muss die tatsächlich ausgesendete Signalfläche betrachtet werden, nicht nur die am Transceiver angezeigte Trägerfrequenz. Für FM muss zusätzlich geprüft werden, ob Audiofilter, De-/Preemphasis, Begrenzer und Hub die gewählte FB2-Bandbreite sauber übertragen.

Vor öffentlichen Empfehlungen sollte die Liste mit dem DARC-HF- und VHF/UHF/SHF-Referat oder einer lokalen Frequenzkoordination abgestimmt werden.

© 2026 Erik Schauer, do1ffe@darc.de
